Geschichte der Weihnachtskrippe

Eine Krippe stellt die Geburt Jesu dar und wird seit Jahrhunderten von Jahren in verschiedenen Formen dargestellt.
Über die Herkunft der Darstellung der Krippen bzw. der Geburt von Jesus stößt man auf den heiligen St. Franziskus, welcher wohl eine bedeutende Rolle bei der plastischen Darstellung der Krippe einnahm.

St. Franziskus und die Herkunft der Weihnachtskrippe

St. Franziskus von Assisi
St. Franziskus von Assisi

Nach seiner Rückkehr von einer Ägyptenreise im Jahr 1220 nach Italien hat St. Franziskus von Assisi wohl die Krippendarstellung nach einer Inspiration auf seiner Reise eingeführt. So wurde im Jahr 1223 im Ort Greccio in einer Höhle im Wald erstmals das Weihnachtsgeschehen mit lebenden Personen und Tieren nachgespielt. Die Einfachheit der Krippe, ein mit Stroh gefüllter Futtertrog zeugt in der Darstellung die Vorstellung, dass Jesus einer aus dem einfachen Volk war. St. Franziskus von Assisi hielt an diesem Ort vor einer großen Menschenmenge seine berühmte Weihnachtspredigt. Er wollte es den Menschen so greifbar wie nur möglich machen. Das bildhaft dargestellte Geschehen der Heiligen Nacht gilt als Ursprung der traditionellen Krippendarstellung. Diese Tradition wurde fortlaufend weiter verbreitet. So wurde während der Herrschaft von Karl dem III. von Spanien die Krippendarstellung von Italien (Neapel) nach Spanien getragen.Im Laufe der Zeit wurde aus der ursprünglichen Bezeichnung für die Futterkrippe ein feststehender Begriff für die szenische Darstellung der Weihnachtsgeschichte. Figürliche Inszenierungen des Weihnachtsgeschehens mehren sich in den darauf folgenden Jahrhunderten. Um 1600 sind erstmals Krippen in Franken nachweisbar. Während des Barocks erlebt die Aufstellung von Weihnachtskrippen in Kirchen eine Blütezeit, vor allem im süddeutschen Raum, wie auch in den Gebieten der ehemaligen Fürstbistümer Fulda und Würzburg. So rückt die Krippe im 18. Jh. verstärkt in den Mittelpunkt der weihnachtlichen Bräuche. Mit der Ausbreitung des Krippenbrauchs in den Gebieten nördlich der Alpen entstanden auch die ersten kleinformatigen Papierkrippen für den Hausgebrauch.

Ein Ende findet diese Blütezeit um 1800 durch aufgeklärte Landesherren und Kirchenfürsten. Das Aufstellen von Weihnachtskrippen wird als "übertriebene Frömmelei" verurteilt und 1803 in Bayern durch ein Krippenverbot untersagt. Dadurch verlagert sich der Brauch in der Weihnachtszeit Krippen aufzustellen aus dem öffentlichen Raum der Kirchen in den privaten Bereich, was die Entstehung kleinformatiger Krippen aus Papier deutlich förderte, u.a. in Schwaben, Bayern und Böhmen. Diese Krippen konnten nicht nur einfacher aufgestellt werden, sondern waren auch wesentlich preiswerter als geschnitzte. Das Krippenverbot konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Verlagerte sich die Aufstellung der Krippe während des Biedermeiers zunächst ins Private, fand dieser Brauch bereits am Ende des 19. Jh. auch im Kirchenraum wieder große Verbreitung.

 


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